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----- Praxis Vision
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Heilpädagogik & Therapie
Coaching -  Lerntherapie  -  Ernährungsberatung
Silke Damisch
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Konzeption der Heilpädagogik

Die Heilpädagogik versteht sich zunächst als Beziehungsangebot. Die heilpädagogische Grundhaltung ist dabei von den drei Merkmalen (nach C. Rogers) Empathie, Wertschätzung und Kongruenz bzw. Echtheit gekennzeichnet.

Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, einfühlendes Verstehen sowie am Kind orientierte Methoden wie etwa die heilpädagogische Spieltherapie ermöglichen in der Arbeit mit dem Kind die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins. Das Kind drückt sich im Spiel aus und wird sich seiner selbst bewusst durch das Prinzip des Erkennens und Reflektierens seiner Gefühle seitens des Therapeuten. Dabei versuche ich alle Gefühle zu erkennen und so zu reflektieren, dass das Kind Einsicht in sein Verhalten gewinnt.

Die Heilpädagogik berücksichtigt in ihrem Handlungskonzept den leitenden Gedanken von Paul Moor, nicht gegen den Fehler, sondern für das Fehlende zu arbeiten. Damit rücken die Stärken des Einzelnen in den Mittelpunkt. Durch positive Erfahrungen der Selbstwirksamkeit unterstützt entwickeln sich neue Denk-, Fühl- und Handlungsmuster. Die gewonnenen „Ich bin“-, „Ich habe“- und „Ich kann“-Erfahrungen zeigt sich in einer veränderten Herangehensweise - was Personen und Situationen betrifft. So wirkt unser Selbstbild handlungsleitend und steht in engem Zusammenhang mit dem Aufbau von emotionalen, sozialen und kognitiven Kompetenzen.

Kinder mit einem hohen Selbstvertrauen haben Zugriff auf ihr gesamtes Potential und streben nach dessen Entfaltung.

Schwierige Situationen können überwunden werden und seelische Wunden können heilen, wenn es den Betroffenen gelingt, ein Gefühl von Kohärenz in ihrem Leben zu erlangen. Hierbei meine ich das Einfügen in eine Sinnhaftigkeit, das Erleben von Ganzheit oder Integrität.

Verbundenheit mit sich selbst bildet den Grundstein spiritueller Erfahrungen“, so formuliert es der Autor und Pater Anselm Grün. Und hier wächst Beziehungsfähigkeit. Prof. Dr. A. Krenz, Mitinhaber des Institutes für angewandte Psychologie und Pädagogik in Kiel, dessen Seminare und Fachausführungen ich sehr schätze, fügt die Ergebnisse der Neurobiologie (Hirnforschung) und der Bildungsforschung zusammen. Er betont, dass Kinder durch Handlungserlebnisse basale Kompetenzen aufbauen und so nachhaltig lernen.

Sich die Besonderheit und Einmaligkeit des Kindes immer wieder zu vergegenwärtigen, ist eine wichtige Aufgabe. So erlebe ich meine heilpädagogische Arbeit als ein Bereitstellen eines Raumes, der von Warmherzigkeit und Geborgenheit geprägt ist. Hier steht das Kind im Mittelpunkt und kann seine Lebensthemen und Entwicklungsaufgaben angehen. Die Gestaltung des Settings - Inhalt und Struktur - ist an den inneren Bedürfnissen des Kindes angepasst und wird gegebenenfalls immer wieder neu modelliert. In der Heilpädagogischen Übungsbehandlung werden Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten, die der taktil-kinästhetischen, akustischen und visuellen Erfassung und Differenzierung der Umwelt dienen, angeboten. Und dann geschieht das Wunderbare, dass es für jedes Kind einen Weg gibt … . Hier staune ich immer wieder aufs Neue und bin berührt! Und wahrscheinlich ist es auch das, was ich an meiner Arbeit so liebe.

An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf den therapeutischen Wert des Hundes im Einsatz hinweisen. Die Beobachtungen in meiner Praxis zeigen, wie sehr die Kinder die vorbehaltlose Annahme und Freundlichkeit des Tieres schätzen. Es entsteht ein Gefühl der Vertrautheit, welches in der Mensch-Tier-Beziehung durch zwei ganz wesentliche Interaktionsformen gekennzeichnet ist: Kommunikation und Körperkontakt. Kinder erzählen der Colliehündin etwas und diese hört selbstverständlich zu und lässt sie ausreden.

Ein anderer wichtiger Aspekt: Tiere vermitteln Sicherheit. Und diese Tatsache allein bewirkt, dass sich Menschen (selbst)sicher fühlen und offener auf andere zugehen können. Diese Öffnung habe ich schon erlebt. Da gibt es Kinder in schwierigen Lebenslagen, etwa bei einer Trennung der Eltern, und sie können dieses - mit dem Gesicht zum Tier hingewendet - thematisieren. Und Leid teilen wirkt befreiend, verleiht neue Hoffnung.

Kinder können mit Tieren bedeutsame Erfahrungen gewinnen und ihre Gefühle verbalisieren. Spiel und Bewegung und der gesamte erlebnispädagogische Rahmen verleihen viel Lebensfreude.

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