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Heilpädagogik & Therapie
Coaching -  Lerntherapie  -  Ernährungsberatung
Silke Damisch
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Konzeption der Ernährungsberatung

Während ich bisher den ganzheitlichen Lernprozess als ein Ergebnis von Wahrnehmen, Erleben und Handeln beschrieben habe, möchte ich nun die körperliche Seite fokussieren.

Der kindliche Körper im Aufbau, Gehirn und Nerven, benötigt die richtigen Nährstoffe in ausreichender Menge. So ist ein Zusammenhang zwischen Darm- und Gehirnfunktion und Psyche in der Medizin schon länger bekannt. Der Darm ist nicht nur der Ort der Resorption der Nährstoffe, sondern auch der Sitz von rund 100 Millionen Nervenzellen, die in den Darmwänden zu einem Netz verflochten sind (das enterische Nervensystem). Die Darmbakterien kommunizieren untereinander und lenken u. a. unser emotionales Empfinden. Anders ausgedrückt, unser Gehirn ist in seinem Funktions- und Leistungspotential von der Ernährung und deren Qualität abhängig.


So bilden Ausdauer, Durchhaltevermögen und Konzentration erst die Grundlage für die Ausbildung kognitiver Leistung. Aufgrund der Plastizität des Gehirns ist Lernen zu jeder Zeit möglich und bedeutet den Aufbau neuer Verschaltungen zwischen den Neuronen. Die Dendriten (Empfänger der Reize) verändern sich durch Lernen in Form, Größe und Anzahl; sie werden dicker, länger und verzweigen sich weiter. Unsere Aufnahmekapazität wird dadurch erweitert. Die Menge der Schalt- und Kontaktstellen der Nerven zueinander ist der Faktor, der Lernen, Erfahrung und Intelligenz ausmacht und entscheidend mitbestimmt. Und nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Psyche profitiert von einer bedarfsgerechten Ernährung: Eine ausgeglichene Stimmung, ein innerer Antrieb, selbst schwierige Situationen zu meistern, Gelassenheit inmitten vielzähliger Herausforderungen sind wichtige Faktoren, die unsere Lebensfreude ausmachen und die weitere Entwicklung bestimmen.


Unser Gehirn braucht neben einer kontinuierlichen Energie- und Sauerstoffversorgung über den Blutkreislauf viele weitere Nährstoffe wie Aminosäure, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.

Einige ausgewählte Baustoffe unseres Körpers möchte ich an dieser Stelle näher beschreiben:

  • Ungesättigte Fettsäuren:

    Die ungesättigten Fettsäuren halten ihr Kohlenstoffgerüst unter anderem durch Doppelbindungen zusammen und sind dadurch reaktionsfreudiger (wie gesättigte Fettsäuren). Einfach ungesättigte Fettsäuren enthalten eine einzige Doppelbindung, mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten mehrere Doppelbindungen. Die Docosahexaensäure (DHA) und die Arachidonsäure (AA) unterstützen schon im Mutterleib die Nerven- und Gehirnentwicklung. Zu den einfach ungesättigten Fettsäuren gehört z.B. das Olivenöl. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-3-Fettsäuren wie sie z.B. in Lein- oder Hanföl enthalten sind. Sie sind essentielle Bestandteile der Nervenmembranen (Myelin) und daher für die Weiterleitung von Signalen unerlässlich. Fette Meereskaltwasserfische wie Hering oder Lachs sind ebenfalls eine ausgezeichnete Quelle von Omega-3-Fettsäuren.

  • Proteine bzw. Aminosäuren:

    Den Aminosäuren bzw. die daraus aufgebauten Proteine kommt ebenfalls eine wichtige Bedeutung zu. Sie fungieren als Bausteine der Botenstoffe im Gehirn, der sogenannten Neurotransmitter. Die essentielle Aminosäure Tryptophan spielt unter anderem als Vorstufe des Botenstoffes Serotonin eine wichtige Rolle. Im Gehirn steuert dieser Botenstoff unseren Schlaf, die Stimmung, aber auch kognitive Fähigkeiten, Erinnerungs- und Lernvermögen.

Die essentielle Aminosäure Phenylalanin ist die Vorstufe von Tyrosin. Tyrosin ist wiederum die Vorstufe von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Ist die Versorgung hier gut, kann man mit Stress viel besser umgehen und verfügt über ein besseres Konzentrationsvermögen.

  • Vitamine:

    Hier möchte ich besonders auf die Gruppe der B-Vitamine, die sogenannten Nervenvitamine, hinweisen. So ist z.B. das Vitamin B1 (Thiamin) als Coenzym vieler Stoffwechselreaktionen für eine geistige Frische unerlässlich. Vitamin B12 (Cobalamin) ist von großer Bedeutung für Wachstum, Eisenverwertung, Muskelleistung, Knochenaufbau und für die Bildung der roten Blutkörperchen. Es wirkt an der Bildung der Myelinschicht mit, die die Nervenfasern schützend umhüllt. So hat jedes B-Vitamin ein bestimmtes Wirkungsprofil.

  • Mineralien:

    Magnesium ist an der Wirkung von rund 300 verschiedenen Prozessen des Zellstoffwechsels beteiligt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dieser Stoff gerade auch für eine gute Hirnfunktion wichtig ist. Bei Stress erhöht sich der Bedarf an Magnesium und eine Zufuhr wirkt sich dann positiv für die kognitiven Funktionen aus. Aus diesem Grund wird es auch als Antistress-Mineral bezeichnet.


Ich erlebe, dass viele Jugendliche einer Änderung ihrer Ernährungsgewohnheiten sehr offen gegenüberstehen, wenn sie begründete und umfassende Informationen erhalten. So weise ich sie auf die geniale Komplexität ihres Körpers und das Zusammenwirken der biologischer Stoffwechselvorgänge hin. Dies ermöglicht ihnen, einen eigenen Standpunkt zu finden und eigensverantwortlich zu entscheiden. Wir arbeiten mit Nährwerttabellen, Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie mit neuesten Ergebnissen aus der Forschung, welche den ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbance Capacity) von Lebensmitteln bestimmen. Gemeinsam suchen wir nach Möglichkeiten, die Ernährung zu optimieren. Ein Antioxidantien-Check gibt hier weitere Anhaltspunkte.


In einer ganzheitlichen Betrachtung spreche ich mit Eltern über einen gesundheitsfördernden Lebensstil und Möglichkeiten, die Selbstheilungskräfte der Kinder zu stärken oder wieder neu auszubalancieren.

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